Reviere & Unterkünfte

 

BOOR – Vereinigung der Jäger und Fischer Weißrusslands

Die jagdliche Ordnung Weißrusslands ist aus sowjetischer Zeit weitgehend erhalten geblieben. Große Teile des Landes (ca. 60%), insbesondere die weitläufigen, mit Waldinseln durchsetzten Feldfluren, sind vergeben an die genossenschaftliche Jagd- und Fischereivereinigung “BOOR”. Dort lebt, zumindest auf dem Papier, der Sozialismus weiter. Jeder weißrussische Staatsbürger, der eine Jagdprüfung bestanden hat, kann in einer der regionalen Vereinigungen mitmachen. Hauptamtliche Mitarbeiter in Uniform sorgen als Ordnungsbeamte für die Einhaltung der jagdlichen Vorgaben der Regierung. BOOR bietet auch ausländischen Gästen Abschussgelegenheiten gegen Devisen an. 

 

Vaugus arbeitet besonders eng mit der Vereinigung BOOR im Gebiet Mogilov zusammen.

 

BOOR Mogilov wird geleitet von Direktor Alexander Shestak, einen international anerkannten Absolventen des Instituts für Jagdwirtschaft in Kirow. Das Kernstück unserer Kooperation bildet die Elchjagd in der Brunft. Alexander Shestak und seine von ihm geschulten Jäger bringen unsere Gäste regelmäßig bei der Rufjagd zu Schuss. Eine gute Wilddichte und starke Trophäen zeichnen diesen Betrieb aus. Zusätzlich kann man auch auf Rehbock jagen. Eine Rotwildpopulation entwickelt sich vielversprechend.

 

Die Reviere der Präsidentenverwaltung

Die renommierten Reviere des Landes (ca. 20% der Fläche) sind die Nationalparks und weitere Schutzgebiete der Präsidialverwaltung. Zweifellos sind sie bestens gemanagt und bei uns bereits durch die Jagdpresse bekannt. Wer hat noch nicht von den Wisenten der Bieloweschskaja Puschtscha gehört? Bekannt ist auch der in den südlichen Sümpfen des Landes gelegene Pripjet Nationalpark. Man kann diese Vorzeigereviere über die etablierten europäischen Jagdbüros buchen.

 

Vaugus besitzt ein kleines, aber sicheres Kontingent in dem sicher bestgeführten Rotwildrevier Weißrusslands, dem 80.000 ha großen Jagdbetrieb Teterinskoje. Hier kann praktisch alles gejagt werden, was die Landschaften dieses Landes zu bieten haben. Vom brunftigen Elch oder Hirsch über den starken Keiler, den Auerhahn, bis hin zur bestens organisierten Wolfsjagd. Abgeschieden und doch professionell geführt, eine Oase der Jagd.

 

 

Die Betriebe des Minsteriums für Forstwirtschaft

Vaugus kooperiert schon von Berufs wegen besonders gerne  mit der dritten Struktur des Landes, den in staatlicher Eigenregie befindlichen Jagdgebieten des Forstministeriums (ca. 25% der Fläche). 

 

78 Forstbetriebe (Leschosen) bejagen mit fest angestelltem Personal etwa 9,4 Mio ha, davon mehr als die Hälfte Wald aber auch über 3 Mio ha Feldflächen und offene Landschaften sowie über 500.000 ha Wasser und Sumpf. Die Forstbetriebe haben eine starke Stellung auf dem Lande, sind finanziell unabhängig und beschäftigen hoch erfahrenes Personal. Ihre Jagdhäuser sind oft neu gebaut oder fachgerecht im Holzbaustil restauriert. Sie haben einen einfachen aber angemessenen Komfort und liegen meist reviernah unweit von Seen oder großen Flüssen. 2-3 oder noch mehr Schlafräume ermöglichen die Unterbringung in Einzelzimmern. 

Banjas (russische Saunen) werden in vielen Betrieben mit angeboten.

 

Ein Wohnzimmer mit Kamin sorgt für Gemütlichkeit. Satellitenfernsehen und der Empfang für das Mobiltelefon sind trotz der Abgeschiedenheit im Land verbreitet. Einige Häuser haben einen Billardtisch aufgestellt. Wenn die Gäste ankommen, wird eine Haushälterin und Köchin rund um die Uhr für sie da sein. Mit weißrussischer Fürsorge bereitet sie Hausmannskost zu, backt die berühmten „Blini“ (Pfannkuchen),  kocht Tee, räumt das Geschirr weg und hält Ordnung. Man kann sich herrlich verwöhnen lassen und muss darauf achten, dass man vor lauter Verköstigung nicht bald den Gürtel ein Loch weiter schnallen muss. Zwischen den Ansitzen und Pirschgängen lässt man es sich gut gehen. Man spielt Karten oder Schach, liest ein Buch und schläft wie ein Stein. Da die Weißrussen begeisterte Angler sind, kann auch das eine Beschäftigung sein. Wer mal in die nächste Stadt oder in die Umgebung fahren möchte, spricht die Gastgeber darauf an. Gegen einen kleinen Aufpreis für die Fahrtkosten organisieren sie, was gewünscht wird.

 

Berufsjäger „Jeger“

Die teilweise jahrzehntelang diensttuenden „JEGER“ (Berufs-Revierjäger) sind legendäre Originale, die sich hervorragend auskennen. Mit Ihrer Führung kann es in den wenigen Tagen des Aufenthalts mit dem erträumten „Lebenskeiler“ klappen. Sie beherrschen den Elchruf. Sie wissen genau, wo der Auerhahn balzt. Die Reviere der Leschosen sind aufgrund der Regiebejagung nicht überlaufen. Die großen Waldgebiete, durchsetzt mit jagdlich zugeschlagenen Feldflächen, beherbergen die besten Rot-, Elch- und Schwarzwildbestände des Landes.

 

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