Das Schwarzwild

Neben der Pirsch auf den brunftigen Elch war die Jagd auf den starken Keiler die Nische schlechthin, die das Besondere des Jagdlandes Belarus ausmacht. Warum gibt es dort diese berühmten hauenden Schweine von über 200 kg aufgebrochen? Die Antwort ist ganz einfach. Einmal wird das Schwarzwild Richtung Osten genotypisch immer schwerer. Vor allem aber wird es hier schlichtweg alt genug. Keiler gelten in den weißrussischen Staatsrevieren als wichtige Devisenbringer. Sie sind den zahlenden Gästen vorbehalten und dürfen von den Einheimischen nicht gebührenfrei erlegt werden. Und sie sind heimlich wie die Nacht.

 

 

Diejenigen, die schon in Belarus Stunden an den Kirrungen verbracht haben, wissen, dass der reife Keiler gar nicht daran denkt, sich vor Mitternacht am Getreidehaufen erlegen zu lassen. Verbreitet ist das nächtliche Absuchen der abgeernteten Felder mit dem Nachtsichtgerät. Dann gilt es, den Keiler, der oftmals der Rotte folgt, gegen den Wind anzugehen. Geschossen wird er aufgelegt auf dem Stativ. Leider ist die Schwarzwildjagd bis auf wenige Ausnahmen aufgrund der 2014 erstmals in Belarus aufgetretenen ASP, weiterhin ausgesetzt. Wir hoffen auf Freigabe der Jagd in 1-2 Jahren. Die Bestände wachsen bereits wieder an.

 

 

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